C.R.D.A. Cant Z.501 Gabbiano 1:72 (Italeri Vintage Collection)

Von diesem Seeaufklärer und Fernbomber wurden ab 1934 445 Stück gebaut und von Großbritannien, Italien (auf deutscher wie auf alliierter Seite), Rumänien und Spanien eingesetzt.


CRDA Cant Z.501 Gabbiano 1:72 (Italeri)Berühmt wurde dieses Flugzeug durch den Rekordflug eines unbewaffneten Musters von Monfalcone, Italien, nach Massawa, Eritrea, am 19. und 20.05.1934 in 26 Stunden und 35 Minuten über 4130 km. Noch am 16.07.1934 folgte ein weiterer Rekordflug nach Berbera, Somalia, in 25 Stunden über 4.930 km.

Auch dieser, im Rahmen der Vintage Collection, wiederaufgelegte Bausatz stammt aus der Zeit, als die Firma sich noch ITALAEREI nannte.

Nichtsdestoweniger ist das ein sehr solides Modell, das zwar seine Schwächen – erhabene Stöße – aufgrund seines Alters nicht verleugnen kann, es aber dem geübten Modellbauer ermöglicht, eine tolle Nachbildung dieses Flugbootes zu bekommen. Die Verstrebung für Tragflächen und Schwimmer mag auf den ersten Blick verwirrend wirken, hier ist genaues Arbeiten gefragt.

Vom Innenleben darf man sich nicht zuviel erwarten, von Abwehrständen und Cockpit gibt es aber immerhin eine ordentliche Ausgangsbasis für Verfeinerungen.

Die Gußqualität ist gut gelungen, ohne Grate oder Sinkstellen, was zusätzliche Spachtelarbeiten überflüssig macht.

Auf die beiden unterschiedlichen Kühler wird zwar noch im Bauplan eingegangen, nicht aber bei den Bemalungshinweisen.

Mit den beiliegenden Markierungen bester Qualität kann entweder eine Gabbiano (=Möwe) in spanischen, oder zwei verschiedene in italienischen Diensten gezeigt werden.

Das ganz große Plus dieses Bausatzes: Er ist meines Wissens der einzige in 1:72 den es jemals von diesem Flugboot gab.

Kurz gesagt: Eine willkommene Wiederauflage eines besonderen Modells.

Wir danken der Firma ITALERI für das Besprechungsmuster.

Die IPMS-Austria wurde 1970 als Forum für österreichische Plastik-Modellbauer gegründet.

Wichtig ist uns ein angenehmes und konstruktives Miteinander und nicht die "Vereinsmeierei".

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