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Albatros D.I (Gavia, 1:48) Drucken
Geschrieben von Verena Wirnig   

Albatros D.I

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Im April 1916 entwickelten der Technische Direktor der Albatros Flugzeugwerke Dipl.-Ing. Robert Thelen und sein Assistent Dipl.-Ing. Schubert den Jagdeinsitzer D.I, der ein leistungsfähiges Triebwerk mit einer starken Bewaffnung vereinen sollte. Zum Einbau kam ein Mercedes D.III, ein wassergekühlter Sechszylinder Reihenmotor.


Die Bewaffnung bestand aus zwei synchronisierten 7,92 mm Maschinengewehren. Darüber hinaus zeichnete sich der Entwurf durch einen Rumpf aus Holz in neuartiger Halbschalenbauweise aus, der nicht nur besondere Stabilität, sondern mit seiner schlanken Tropfenform auch aerodynamische Vorteile bot. Ein Nachteil war die durch den oberen Flügel bedingte eingeschränkte Sicht nach vorne oben. Dieser Nachteil wurde jedoch durch die höhere Steigfähigkeit, Geschwindigkeit und Feuerkraft ausgeglichen.

Die Albatros D.I absolvierte ihren Jungfernflug im August 1916. Bereits einen Monat später kamen die ersten Maschinen an die Front. Zu dieser Zeit lief bereits die Produktion des Nachfolgemusters D.II an.


Technische Daten:
 
Besatzung:Pilot
Länge:7,40m
Spannweite:8,50 m
Vmax:175 km/h
Flugdauer:
1,5 h
max. Flughöhe:3000 m


Der Bausatz

Gebaut habe ich die Albatros D.I mit Resinteilen von black dog (Sitz und Kühler). Ich habe noch andere Besonderheiten eingebaut:

1. Ausgestellte Querruder und Leitwerke: Um diese Teile ausgestellt darzustellen, habe ich die Bauteile entlang der Trennlinie auf einer Seite angeritzt und anschließend auf die andere Seite gebogen. Somit habe ich mit wenig Arbeitsaufwand einen großen optischen Effekt erreicht. Die Querruder habe ich beide nach unten ausgestellt, denn sie wurden, da die Maschine keine Trimmklappen hat, auch für die Trimmung verwendet.

2. Die Bemalung: Da ich die Farbe dünn auftragen wollte, habe ich die ganze Maschine zuerst grundiert (Nr. 306 medium sea grey von Gunze). Danach habe ich die Schattierung der Flügel mit einer sehr verdünnten schwarzen Farbe durchgeführt. Anschließend sprühte ich die verschiedenen Farben; Unterseite Hellbau, Oberseite grün und rotbraun, und helles Braun und glänzenden Klarlack als Untergrund für das Holz. Für die Maserung habe ich mit einem harten Pinsel sehr wenig trockene Ölfarbe aufgetragen, danach mit einem etwas weicheren Pinsel mit ganz wenig Ölfarbe die Konturen verwischt. Zum Schluss habe ich, und um das ganze zu konservieren, matten Klarlack darüber gesprüht. Als letzte Farbe kam das Silber für die Heißbereiche am Motor.

(Zum Vergrößern anklicken)
Albatros D.I - Gavia 1:48 Albatros D.I - Gavia 1:48 Albatros D.I - Gavia 1:48 Albatros D.I - Gavia 1:48

3. Kennungen: Da ich die Leitwerke und Querruder ausgestellt habe, musste ich die Markierungen beim Leitwerk und dem Querruder anpassen: Als Basis diente eine Zeichnung in 1/48. Auf der Rückseite der Abziehbilder zeichnete ich die benötigten Konturen und Fugen, nach denen geschnitten wurde. Bei den Querrudern reichte ein gerader Schnitt mit der Schere.

4. Verspannung: Achtung, Fehler in der Bauanleitung! Die Verspannung passt zur D.II und nicht zur D.I ! Vor dem Zusammenbau war es notwenig, eine Helling (Montagegestell) zu bauen. Diese habe ich so gebaut, dass die Unterflügel parallel zum Untergrund zu liegen kamen. Damit war es möglich, den Oberflügel ohne große Probleme zu montieren. Dabei klebe ich zuerst die Mittelstreben, den so genannten Baldachin, mit Acrylkleber von Tamiya an, danach die Hauptstreben, wobei ich acht gab, dass sie lagerichtig eingebaut waren. Danach fixierte ich die Flügel mit Tamiya Bändern und ließ das Ganze über Nacht trocknen. Am nächsten Tag war Verspannen angesagt: Ausgehend von dem Rumpf und immer gegengleich (jede Verspannung auf jeder Seite), habe ich mit Nähgarn (vorher eingetaucht in dünnflüssigen Superkleber und Aktivator) die Fäden gezogen, mit einem Halbknoten an der Strebe montiert, dann mit Superkleber und Aktivator fixiert. Wichtig dabei war, immer die Lage der Flügel zu kontrollieren, denn mit dieser Art des Ziehens bekommen die Fäden eine hohe Spannung, die die Lage der Flügel verändern kann.

(Zum Vergrößern anklicken)
Albatros D.I - Gavia 1:48 Albatros D.I - Gavia 1:48 Albatros D.I - Gavia 1:48 Albatros D.I - Gavia 1:48

5. Das Glas: Da ich es verloren hatte und keine neues bekommen konnte, habe ich es selber gebaut: Ausgehend von der Bauanleitung, bei der die Kontur dargestellt war, habe ich mir im Photoshop durch Skalieren die richtige Größe auf Papier ausgedruckt, und auf durchsichtiger Folie ausgeschnitten. Für die Masken habe ich die Kontur des Glases im Photoshop etwas kleiner skaliert.

 
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