Revell 04673 1:144
Tupolev Tu-95 „Bear D“
Die Tu-95 war das Nachfolgemodell der nicht mehr zeitgemäßen von Kolbenmotoren getriebenen Tu-4 und Tu-85. Der erste Prototyp flog am 12.November 1952, stürzte aber beim 17. Flug ab. Der zweite Prototyp kam erst am 16. Feber 1955 in die Luft. Angetrieben wurde die Tu-95 von vier Turboprop - Doppeltriebwerken Kuznetsov NK-12M mit je 14.800 PS, die auf gegenläufige Doppelluftschrauben wirkten. Die Flügelpfeilung betrug 35° und mit einer max.speed von 930 kmh kam eine Tu-95/142
als schnellstes Turpoprop-Flugzeug Ins Guiness Buch der Rekorde Berühmt (???) wurde eine Tu-95 durch den Abwurf der „Zar-Bombe“ am 30. Oktober 1961, der stärksten je getesteten Atombombe, die eine Sprengkraft hatte, die 3800-mal stärker war als die Bombe von Hiroshima. Die Airliner-Version des „Bear“ war die Tu-114. Die Tu-95 bzw. Tu-142 wurde als „Bear B - K“ für die verschiedensten Einsatzmuster adaptiert, es sollen um die 500 „Bären“ gebaut worden sein.
Das Modell:
Auf drei Gussrahmen die wegen der zu kleinen Schachtel geteilt wurden, befinden sich 38 teils recht große Einzelteile und auf einem Rahmen 6 Klarsichtteile. Trotz der Größe sind die Teile nicht verzogen und passen ausgezeichnet. Der Aufbau der Flügel ist etwas ungewöhnlich aber ohne Probleme. Der Zusammenbau des Rumpfendes bzw. des Leitwerks ist etwas schwierig, ein paar Passstifte wären da hilfreich gewesen. Oberflächen, wie Revellüblich, ohne Sinkmarks und Überstände und OK. Die Triebwerke passen gut, etwas Schleifarbeit an den Achsen der Props ist nötig um auch die vorderen Props leichgängig zu machen. Das Einfädeln der Hauptfahrwerke in die Motorengondeln ist auch etwas tricky. Eine Superlösung ist Revell für die Cockpitfenster eingefallen: Ein Klarsichtteil wird nur eingeschoben, rastet ein und deckt auch die Dachöffnungen ab. Vorsicht!! Unbedingt vor Rumpfzusammenbau einsetzen, später geht nichts mehr. Lässt sich übrigens nach dem Einrasten fast nicht mehr herausnehmen. Das Bugfahrwerk ist an die Schacht- abdeckungen angegossen , auch eine neue Lösung. Die übrigen Kleinteile lassen sich mit der Bauanleitung leicht verarbeiten. Die sauberen Decals sind für zwei „Bären“, Bear D „red 38“ und Bear D „black 17“ beide Soviet Naval A/F 1972 und Pacific Fleet Khorol A/B 1968, wenige große Sterne aber Unmengen von kleinen Marks.
Kurz gesagt:
Ein Bausatz der auch in 144 recht groß ist, mit etwas Erfahrung und mit genauer Befolgung der Bauschritte kaum Schwierigkeiten macht und ein auch geschichtlich interessantes Modell ergibt.
Paul Bors
Dank an Revell für das Besprchungsmodell.
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