Die Spitfire Mk VI
entstand unter anderem aus der Notwendigkeit, die in über 12000m Höhe einfliegenden Junkers Ju 86 Aufklärer abfangen zu müssen. Verlängerte Tragflächenspitzen und Druckkabine waren zwei der Lösungsansätze, die Supermarine an den bewährten Spitfires ausprobierte.
Dieser Bausatz ist nicht mehr brandneu und kommt aus der selben Italeri-Schmiede, welche bereits die recht guten Bausätze der Mk V und auch andere Spitfires in diesem Maßstab hervorgebracht hat. So wundert es auch nicht, daß hier einige Teile dabei sind, die für den Bau einer Mk VI nicht gebraucht werden.
Der Modellbauer kann sich über zwei zusätzliche Vergaserlufteinlässe freuen; den wuchtigen, großen, für die Tropenausführung der Spitfire V (oder auch für eine Seafire I), und den früheren, etwas kleineren, nur aerodynamisch verkleideten Vokes-Filter. Zwei zusätzliche, nicht benötigte Propellerhauben und der Unter-Rumpf-Zusatztank sind ebenfalls Nachschub für die Ersatzteilkiste.
Details an den Rumpfseitenwänden, bzw. die im Original dort vorhandenen Bedienhebel und Geräte fehlen leider ebenso, wie tragende Struktur und Verschlußriegel der Einstiegsklappe, welche als extra Bauteil beileigt.
Die Qualität des Bausatzes ist für 1:72 dennoch erfreulich, obwohl ich mir einen detaillierteren "Cockpitboden" (sowas hatten die Englischen Jagdflugzeuge nicht - Ruderpedale und Steuerknüppel waren lediglich an Gestängen montiert) gewünscht hätte. Der Spant, an welchem der Pilotensitz montiert ist, ist jedoch samt dessen Halterung und Panzerplatte sehr gut modelliert.
Eine gute Lösung ist die mehrteilige Cockpit-Haube, welche auch eine komplette zweite Ausführung mit Front-Panzerung aufweist.
Kennung und Markierungen sind hervorragend gedruckt, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ebenfalls in Ordnung.
Aus diesem Bausatz läßt sich mit wenig Aufwand eine schöne Nachbildung des Spitfire-Höhenjägers bauen.
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