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Handley Page Halifax BII / GRII 1:72 (Revell)

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Handley Page Halifax, Revell 1:72
Was unterm Christbaum lag ...





Bei diesem neuen Bausatz der Handley Page Halifax, der das Zeug zum Modell des Jahres hat, gibt es z.B.:

 

 

  • Instrumentenbretter, die förmlich nach Bemalung schreien – die sind als Reliefs geformt und werden bemalt noch besser aussehen, als mit dem Abziehbild versehen.
  • Die tragende Struktur des Rumpfvorderteils ist klar ausgebildet, die Einrichtung von Piloten-, Bombenschützen- und Funkerabteil ebenfalls bestens getroffen.
  • Alle drei Fahrwerksschächte weisen deutlich sichtbare Rippen und Spanten auf.
  • Es gibt nicht nur jeweils vier Drei- und Vierblattpropeller (die leider zu breit sind), sondern auch die passenden unterschiedlichen Kühlerflächen. Zu letzteren gibt es drei verschiedene Formen der Kühlerlufteinlässe – also aufgepasst, welches Modell man bauen möchte!
  • Weiters gehören noch je vier verschieden geformte Ausführungen von Auspuffreihen bzw. -abdeckungen dazu – wer hier nicht achtgibt, verliert schnell den Überblick.
  • Zwei unterschiedlich geformte Paare Hauptfahrwerksteile sind ebenfalls beigelegt.
  • Die Positionslichter der Tragflächenspitzen am Gussast mit den hervorragenden Kanzelteilen zu placieren, ist für den Modellbauer ein non-plus-ultra, das viel unnötigen Aufwand erspart.
  • Die Anlenkungen der Bombenschachtklappen, sowie Antennen, Masten und sämtliche Kleinteile, sind in solcher Spitzenqualität filigran geformt, dass beim Abnehmen vom Gussast Vorsicht geboten ist, um dabei nichts zu zerstören.
  • Sämtliche Kennungen und Markierungen sind sauber und fehlerfrei gedruckt.
  • Vor allem aber – Revell hat meine/unsere "Gebete" erhört und endlich die für den Bau nicht benötigten Teile am Gussast gelassen. Hurra – die Ersatzteilkiste freut sich! Und wer mit den übrigen Teilen eine andere Ausführung der Halifax bauen will, wird sich ohnehin einen zweiten Bausatz kaufen müssen … Rumpf, Tragflächen, etc., wachsen ja nicht im Garten …
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist, wie immer bei Revells Neuentwicklungen, vorbildlich.

Handley Page Halifax, Revell 1:72 Handley Page Halifax, Revell 1:72 Handley Page Halifax, Revell 1:72

Handley Page Halifax, Revell 1:72 Handley Page Halifax, Revell 1:72 Handley Page Halifax, Revell 1:72

Leider passieren Revell – trotz Qualitätskontrolle – immer wieder Schnitzer, die den an sich hervorragenden Gesamteindruck neuer Bausätze schmälern:

  • Bei Revells Boeing B-17 G in diesem Maßstab, wurde schlichtweg auf den Steuerhebel für den Kinnturm vergessen … hier, bei der Halifax, ist die Einstiegsklappe in der hinteren linken Rumpfhälfte von außen gut erkennbar graviert, innen jedoch fehlt das zugehörige Gegenstück.
  • Wer glaubt, bei dieser Halifax, ebenso wie bei Revells Lancaster, Motoren im Bausatz zu finden, wird leider enttäuscht.
  • Daß die Liege für den Bombenschützen fehlt (für die Ausführung ohne vorderen Geschützturm) weiß wohl nicht mal Revell.
  • Warum Revell zwar den Bombenschacht im Rumpf erstklassig ausformt, die beiden anderen in den inneren Tragflächen jedoch gänzlich vernachlässigt, entzieht sich des Modellbauers Logik.
  • Dass dem Rückenturm jegliche Struktur im Rumpfinneren fehlt lässt sich ebenso verschmerzen wie die Tatsache, dass auch die zugehörigen Munitionskästen, und auch die für den Heckturm, nicht dabei sind – all dies entzieht sich nach Vollendung des Modells den Blicken des Betrachters.
  • Die Vierlingsturm-MGs gehören entlang ihrer Längsachse um 90° gedreht (der MG-Verschluß war, in Schußrichtung betrachtet, rechteckig – nach der Montage in der Halterung "lagen" diese MGs  auf der langen Seite, bei Revell "stehen" sie auf der kurzen) … wer weiß so was heutzutage überhaupt noch?

Geduldige und aufmerksame Anfänger werden mit dieser Halifax ein schönes Abbild dieser zu Unrecht im Schatten anderer Viermotoriger stehenden Entwicklung schaffen können. Der geübte Modellbauer wird unter Einsatz nur geringer Verbesserungen einen wahren Blickfang zustandebringen.

Gäbe es diesen Bausatz jetzt nicht schon, er gehörte glatt noch "erfunden".